Vorlesungs-Wins!

Meine versprochenen Artikel sind in Arbeit, aber um hier nicht eine totale Artikelwüste entstehen zu lassen, hier ein paar lustige Videos.
Vorlesungen sollte man natürlich nicht stören, sondern dort lernen, aber manche Aktion ist doch zum Schmunzeln gut. Viel Spass! 😀

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Tiefbetrieb

In den letzten Tagen kam ich nicht sonderlich viel zum Schreiben. Das liegt daran, dass das Semester diese Woche losging und ich erst einmal das Chaos, das so ein Semesterbeginn mit sich bringt, erst einmal ordnen muss. Nebenbei schreibe ich aber noch an zwei Artikeln, die beide etwas mehr Recherche benötigen, als  bloß einen Artikel bei Wikipedia zu lesen.
In einem Artikel spreche ich über das Konzept von Shared Place. Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer teilen sich einen gemeinsamen Straßenraum. Was verrückt klingt, funktioniert vielerorts bereits sehr gut, nur in Deutschland will sich dieses Prinzip nicht integrieren lassen.
Der andere Beitrag handelt von den teils immer lauter werdenden Forderungen nach einem deutschlandweiten kostenlosen ÖPNV. Dabei möchte ich weniger darauf eingehen, ob diese Idee überhaupt machbar ist, sondern eher auf eventuelle Folgen zu sprechen kommen.

Ein wenig Zeit brauche ich aber noch für diese beiden Artikel. Man verzeiht es mir hoffentlich!

Zitate [1]

Ich habe eine schöne Zitatesammlung rund um Architektur und Stadtplanung gefunden. Vorrangig geht es darum, was in der neueren Stadtplanung schief gelaufen ist und wo die Fehler in der Denkweise vieler Planer liegen. Aber auch allgemeine Aussagen über den Beruf des Planers, seine Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber, werden thematisiert.

Zitatesammlung auf regionalebaukultur.de

Meine liebsten Zitate:

„Der Städtebauer sei kein Ideologe, der einer Laune, einer Mode, einer Kunstidee zuliebe dem Ganzen Gewalt antue“ – Theodor Fischer

„Das Publikum muss Architektur unausweichlich erdulden, Generationen lang.“ – Volkwin Marg

Nachhaltigkeit und die Verantwortung vor den Mitmenschen werden hier klar herausgestellt. Zwei der, wie ich finde, höchsten Ziele für jeden Planer, der im Dienst der Öffentlichkeit steht oder durch seine Arbeit in sie eingreift.

„Wenn die Leute von einem ungestörten Landschaftsbild reden, meinen sie nicht die Landschaft ohne jedes Gebäude, sondern die Landschaft ohne moderne Gebäude.“ – Quinlan Terry

Dass „moderne Gebäude“ (ich nehme mal an, Terry meint damit solche, die riesige Glasfronten und viel Stahl verbaut haben) sich schwer tun, sich in eine Landschaft einzufügen, ist leicht verständlich. Mir fällt auch auf Anhieb kein Beispiel eines modernen, erfolgreich in eine Landschaft integrierten Gebäudes ein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren!

„Die Schönheit unserer mittelalterlicher Städte ruht in der Geschlossenheit der Erscheinung.“ – Paul Schmitthenner

Auch wenn unseren mittelalterlichen Stadtkernen in der Vergangenheit viel Gewalt angetan wurde (von der Zerstörung durch Kriege bis hin zum massenhaften Ersetzen der Fachwerkfassaden durch Glas, Stahl und Beton), muss sich natürlich jeder eingestehen, dass sie eine ungeheure Ruhe, und dadurch auch Schönheit, ausstrahlen.
Überlegungen darüber, wie das Leben im Mittelalter war, lassen einen aber schnell darauf schließen, dass dieses Empfinden der Schönheit nur auf unsere heutige Zeit zutrifft. Jeder Mensch hat zwar ein Gefühl dafür, was er als „schön“ und was als „hässlich“ empfindet, aber es ist für mich schwer vorstellbar, dass die Menschen des Mittelalters dies ebenso sahen, wie wir heute. Vorstell- und nachvollziehbar finde ich eher den Gedanken, dass den Menschen damals ihre Städte dreckig und eng vorkamen.

Ich werde in Zukunft mehr Zitate nennen und diese dann auch ausführlicher Besprechen und kritisieren. Dies hier darf also gerne als kleiner Einstieg zu einer Reihe verstanden werden.

Blick von oben

Wer in großem Rahmen planen möchte, muss sich die Dinge auch mal aus verschiedenen Perspektiven anschauen. Im Falle der Stadtplanung kann das bedeuten, sich hoch in die Luft zu schwingen, um sich Städte und Regionen aus der Vogelperspektive anzuschauen. Heutzutage geht das natürlich, dank Google Earth oder Bing Maps (ich ziehe meist zweiteres vor, da die Fotos wesentlich schärfer sind und durch die Vogelperspektive ein besseres Raumgefühl entsteht) auch ohne eigenes Flugzeug, doch wer bewegte Bilder aus der Luft haben möchte, dem lege ich hiermit die, seit 2010 produzierte, Fernseh-Doku-Reihe „Deutschland von oben“ von Terra X, ans Herz.

Wer den Link eine Zeile weiter oben anklickt, sieht eine selbstlaufende Fotostrecke. Richtig interessant sind dagegen aber die Videos. Ein kurzer Klick auf die Deutschlandkarte rechts unten lässt einen zwischen mehreren kurzen Filmen auswählen. Dabei sind u.a. Aufnahmen, nebst Erklärungen durch einen Sprecher, von München, Essen, dem Wacken Open Air und der „Mittelplatte“, Deutschlands einzige Ölbohrinsel in der Nordsee.

Wer ein paar Minuten Zeit hat und die Dokureihe noch nicht kennt, sollte wirklich mal einen Blick riskieren. Die Bilder sind teilweise atemberaubend, mal davon abgesehen, dass vieles von oben betrachtet ganz anders aussieht und eine völlig andere Wirkung zeigt.

„Stadtplanung“ ist out. Ein neuer Name soll her!

Dieses Wochenende kam ich mal wieder in den Genuss, jemanden erklären zu dürfen, „was man denn so im Studium der Stadtplanung“ macht. Nun, es folgten einige mir sehr bekannte Minuten mit den üblichen Erklärungen und dem Aufzählen der verschiedenen Fächer des Studiums.
Mein Gesprächspartner hat schnell verstanden, worum es im Stadtplanungsstudium geht und nachdem ich ihm dann anvertraut habe, dass ich dieses Gespräch schon gefühlte drei Millionen Mal führen musste, gab er mir einen seltsamen, aber auch interessanten Rat: Ich solle den Leuten nicht sagen, dass ich „Stadtplanung“ studiere, sondern mir einen fetzigen Namen für das Studium ausdenken. Einen Namen, der den Leuten vertrauter klingt und zugleich aussagt, worum es geht.

Ich hab ja bereits erwähnt, dass ich schon finde, dass der Begriff „Stadtplanung“ selbsterklärend ist (zumindest im Groben), doch da mir sein Ratschlag immer noch im Kopf rumschwirrt, kann er ja eigentlich gar nicht so verkehrt sein.

Und jetzt frage ich euch! Welche Begriffe fallen euch dazu ein? Ich finde, das ist eine schwierige Aufgabe und es wird uns wohl auch kaum gelingen, auf revolutionäre Art und Weise eine Berufs- bzw. Studiengangbezeichnung zu ändern. Mir geht es vor allem um einen praktischen Nutzen im Alltag, wenn einfach keine Zeit oder Lust da ist, um zum x-ten Mal erklären zu müssen, was im Studium so gemacht wird.

Jetzt ist Kreativität gefragt! 😀