Zitate [1]

Ich habe eine schöne Zitatesammlung rund um Architektur und Stadtplanung gefunden. Vorrangig geht es darum, was in der neueren Stadtplanung schief gelaufen ist und wo die Fehler in der Denkweise vieler Planer liegen. Aber auch allgemeine Aussagen über den Beruf des Planers, seine Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber, werden thematisiert.

Zitatesammlung auf regionalebaukultur.de

Meine liebsten Zitate:

„Der Städtebauer sei kein Ideologe, der einer Laune, einer Mode, einer Kunstidee zuliebe dem Ganzen Gewalt antue“ – Theodor Fischer

„Das Publikum muss Architektur unausweichlich erdulden, Generationen lang.“ – Volkwin Marg

Nachhaltigkeit und die Verantwortung vor den Mitmenschen werden hier klar herausgestellt. Zwei der, wie ich finde, höchsten Ziele für jeden Planer, der im Dienst der Öffentlichkeit steht oder durch seine Arbeit in sie eingreift.

„Wenn die Leute von einem ungestörten Landschaftsbild reden, meinen sie nicht die Landschaft ohne jedes Gebäude, sondern die Landschaft ohne moderne Gebäude.“ – Quinlan Terry

Dass „moderne Gebäude“ (ich nehme mal an, Terry meint damit solche, die riesige Glasfronten und viel Stahl verbaut haben) sich schwer tun, sich in eine Landschaft einzufügen, ist leicht verständlich. Mir fällt auch auf Anhieb kein Beispiel eines modernen, erfolgreich in eine Landschaft integrierten Gebäudes ein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren!

„Die Schönheit unserer mittelalterlicher Städte ruht in der Geschlossenheit der Erscheinung.“ – Paul Schmitthenner

Auch wenn unseren mittelalterlichen Stadtkernen in der Vergangenheit viel Gewalt angetan wurde (von der Zerstörung durch Kriege bis hin zum massenhaften Ersetzen der Fachwerkfassaden durch Glas, Stahl und Beton), muss sich natürlich jeder eingestehen, dass sie eine ungeheure Ruhe, und dadurch auch Schönheit, ausstrahlen.
Überlegungen darüber, wie das Leben im Mittelalter war, lassen einen aber schnell darauf schließen, dass dieses Empfinden der Schönheit nur auf unsere heutige Zeit zutrifft. Jeder Mensch hat zwar ein Gefühl dafür, was er als „schön“ und was als „hässlich“ empfindet, aber es ist für mich schwer vorstellbar, dass die Menschen des Mittelalters dies ebenso sahen, wie wir heute. Vorstell- und nachvollziehbar finde ich eher den Gedanken, dass den Menschen damals ihre Städte dreckig und eng vorkamen.

Ich werde in Zukunft mehr Zitate nennen und diese dann auch ausführlicher Besprechen und kritisieren. Dies hier darf also gerne als kleiner Einstieg zu einer Reihe verstanden werden.

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