Fahrradexkursion: 245 km // Deutschland – Frankreich

Am Stadtplanungsstudiengang in Detmold ärgert mich, dass es kein Praxissemester gibt. Dafür kommen wir Studenten in den Genuss von Pflichtexkursionen. 6 Credits gilt es zu erwerben, eine Woche Exkursion bringen drei Punkte und diesen Sonntag steht meine erste an.

6 Tage geht die wilde Fahrt und führt uns durch verschiedene Städte in Deutschland und Frankreich.

Die roten Linien sind Luftlinien. Dementsprechend sind die Strecken, die wir tatsächlich zurücklegen werden, größer.

Wir starten Sonntag früh in Detmold mit Kleinbussen und PKW, heizen runter nach Karlsruhe (laut Google Maps ca. 436 km) und besichtigen einige Orte (und so laufen die anderen Tage ebenfalls ab: erst reisen, dann besichtigen, dann eventuell nochmal reisen). Am Montag geht es von dort mit dem Rad (ab jetzt, bis auf die Heimfahrt, unser Fortbewegungsmittel erster Wahl!) weiter ins knapp 75 km entfernte Kehl, an der Grenze zu Frankreich.
Dienstag steht ganz im Zeichen des Hin- und Her zwischen Deutschland und Frankreich. Von Kehl aus fahren wir über die Brücke der zwei Ufer (welche Seltenheit. Eine Brücke, die zwei Ufer bedient! *scnr*) nach Straßburg und später wieder zurück, so dass wir auf ca. 30 km Wegstrecke kommen werden. Was für ein angenehmer Tag, denn
am Mittwoch geht es von Kehl bis runter nach Freiburg. Das heißt, 80 km müssen gefahren werden. Das ist auch die längste Etappe, die wir mit dem Fahrrad zurücklegen werden.
Am Donnerstag machen wir wieder einen „kurzen“ Abstecher nach Frankreich, genauer gesagt nach Neuf-Brisach (Neu-Breisach) und wieder zurück. 60 km ist die Strecke lang, aber nach dem Mittwoch sollte das überhaupt kein Problem darstellen. 🙂
Am Abreisetag, dem Freitag, fahren wir dann nur in Freiburg herum, bevor es dann abends mit den Autos zurück in die 566 km entfernte Heimat geht.

245 km mit dem Rad, insgesamt knapp 1250 km (also plus Autostrecke) legen wir in dieser Woche zurück. Aber bevor dieser Beitrag sich ausschließlich liest, wie das Etappenbuch eines Hobbyradlers: Wir haben, neben dem Fahren, auch so einen vollen Terminkalender: Die ganzen Schlösser, das Europaviertel, das Quartier Vauban usw. besichtigen sich ja nicht von alleine. Es ist nur so, dass wir alle ein wenig Respekt vor den Entfernungen haben und sie deshalb das noch größere Thema für uns sind. 😀

Auf jeden Fall wird man mich nach dieser Woche einsargen können. Solche Strecken habe ich noch nie mit dem Fahrrad zurückgelegt, aber hey, unser Prof sagt, dass wir ganz gemütlich fahren werden, also wird das schon!
Und wenn ich es schaffe, meine Kamera nicht zu vergessen, gibt es danach viele Fotos von mir.

So long,
Staeffn

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Aussicht auf Detmold

Heute gibt es einfach mal nur ein Foto, welches ich vor kurzem, im Rahmen einer Analyse eines Ausschnitts von Detmold, in der Nähe des Flugplatzes geschossen habe.

Der Hügel, auf dem ich stand, liegt ca. 180 m ü. NN, die Stadt, welche sich prima in die Landschaft einfügt, wie ich finde, liegt knapp 50 m niedriger.
Im Hintergrund sieht man den Teutoburger Wald und den Hermann (ca. 380 m ü. NN).

Nachtrag (12:13 Uhr): Auf Nachfrage hier noch ein Google Earth-Ausschnitt mit meiner Position und Blickrichtung.

Oho, noch mehr Klamottenläden!

In der Detmolder Innenstadt wird ab diesem Sommer umgebaut. Zumindest eine Ecke.
Wie lz.de berichtet, bekommt das, schon länger leerstehende und unglaublich hässliche Hertiegebäude in der Lange Straße ein neues Gesicht. Hier und da lässt sich das alles nachlesen und das vermeintliche Aussehen der neuen Gebäudehülle anschauen.

Mein erster Gedanke war: „Jawoll, endlich kommt der hässliche Klotz weg. Wird auch mal Zeit!“, bis ich auf folgendes Zitat gestoßen bin:
„Am Ende sollen sich auf etwa 9.500 Quadratmetern reiner Handelsfläche ab Herbst 2013 attraktive Geschäfte mit dem Schwerpunkt auf Textilien präsentieren.“ (Hervorhebung von mir, Anm. v. Staeffn)

Mal überlegen… Alleine in der Innenstadt finden wir C&A, H&M und KiK. Da ist es natürlich super, dass wir noch mehr Klamottenläden bekommen. Die lz-Artikel geben keine Auskunft darüber, welche Geschäfte es am Ende werden, doch auf den Grafiken lässt sich erkennen, dass es, neben dem im Text erwähnten Schwerpunkt auf Textilien, auch ein Café (ja, richtig, noch ein Café) und einen Handyshop (gibt es ja auch viel zu wenige von) geben wird.
Ich hab von ein paar Leuten gehört, sie wünschen sich ein paar spezielle Klamottenläden, weil es die nicht in der Gegend gäbe. Sowas wie New Yorker z.B. Kann ich auch irgendwo verstehen, aber es gibt ein paar Dinge, die ich wirklich in der Detmolder Innenstadt vermisse: einen Saturn, Subway, eine Burgerbraterei, Gemüsehändler (die vom aussterben bedrohte Rasse, scheint mir so) und einen Tante Emma-Laden. So sorgt man für echte Abwechslung, die mehr beinhaltet als „geh ich jetzt in Klamottenladen A oder B shoppen? *narf*“.

Das wären wirkliche Bereicherungen für die Innenstadt!
Zumindest optisch scheint das neue Gebäude ein Gewinn für Detmold zu sein, immerhin. Bleibt abzuwarten, was daraus im Endeffekt wird. Für mich riecht das zurzeit aber dezent nach Schwachfug, was da geplant ist.

Mfg
Staeffn, der sich nur mal ein klein wenig auskotzen wollte