Tools: EtherPad

Egal, in welcher Berufssparte man sich befindet, es werden immer bestimmte Werkzeuge gebraucht, um seinem Job nachzugehen. Der Tischler braucht Hammer und Säge, Feuerwehrleute brauchen Wasserschlauch und Atemschutzmaske und auch diejenigen Menschen, deren Arbeit (fast) vollständig am Computer stattfindet, brauchen Werkzeuge, also Programme, die einen bestimmten Zweck erfüllen.

Das Tool, welches ich euch heute vorstellen möchte, ist kein typisches Planer-Tool, aber höchst praktisch, wenn man mit mehreren Menschen zusammenarbeiten muss und nicht jederzeit die Möglichkeit hat, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen: EtherPad.

EtherPad ist ein webbasierter Editor, der es mehreren Menschen ermöglicht, gleichzeitig und live an einem Schriftdokument zu arbeiten.
Das bietet die Vorteile, dass live Ideen in einem Dokument festgehalten werden können, die nicht nur von anderen einsehbar, sondern auch änderbar sind. Außerdem ist es mit einem solchen Tool viel unkomplizierter, auch aufwändige Dinge in großer Gruppe gemeinsam zu verwalten (es müssen nicht mühsam Dateien von einer Person zur anderen hin- und hergeschickt werden, weil jeder sofort vollen Zugriff hat).
Aber der Reihe nach: Geh doch einfach mal auf die Open EtherPad-Frontpage und klicke auf „Create new pad“.

(Ich bin mir übrigens darüber bewusst, dass es noch viele andere solcher Editors gibt, aber mit EtherPad bin ich am vertrautesten, deshalb dient es hier als Beispiel)

Jetzt haben wir ein leeres Dokument vor uns. Die Handhabung ist spielend einfach, ich erkläre die wichtigen Dinge trotzdem gleich. Grundsätzlich kann jetzt aber auch schon losgelegt und ausprobiert werden.

Hier nun ein paar kurze Erklärungen zur Handhabung.

1: Top-Leiste
Pad Options
Farben und Absatzmarkierungen ein- und ausschalten, Schriftart ändern. Vorsicht: Die Änderungen werden von allen Pad-Nutzern gesehen.

Import/Export
Hier können Dokumente in das Pad importiert und das bestehende Pad-Dokument in verschiedenen Varianten export werden.

Saved Revisions
Ganz rechts in der Werkzeugleiste (s. Punkt 2) lassen sich Zwischenstände speichern. Unter „Saved Revisions“ werden diese aufgerufen.

Time Slider
Hier lässt sich der „Werdegang“ des Dokumentes anhand einer Zeitleiste nachvollziehen.
Diese Darstellung öffnet sich in einem neuen Tab und ist fest. D.h. der Time Slider lügt nicht, weil er nicht verändert werden kann.

2: Werkzeugleiste
Hervorhebungsmöglichkeiten
Fett- und Kursivschrift, unterstrichener und durchgestrichener Text, alles, wie in einem normalen Word-Dokument.

Aufzählungen
Hier können Aufzählungszeichen eingefügt werden.
Mit der Tabulatortaste oder dem Button „Indent List“ rücken die Zeichen nach rechts (Unterpunkte), mit Backspace oder dem „Unindent List“-Button löscht man die Zeichen bzw. rückt ein Feld nach links.

Clear Authorship Colors
Verschiedene Autoren können verschiedene Farben benutzen (s. u.). Hiermit werden die Farben gelöscht.

Undo/Redo
Undo macht den letzten Schritt rückgängig, Redo stellt den zuletzt rückgängig gemachten Schritt wieder her.

3: Autorenfeld
Hier kann sich jeder Autor selber einen Namen geben und einer Farbe zuordnen. So wird leicht nachvollziehbar, wer was geschrieben hat. Dies gilt auch für den Text-Chat (s. Punkt 5).
Die „Invite“-Funktion habe ich noch nicht genutzt. Ich finde es bereits bequem genug, einfach den Link zum Pad per Messenger weiter zu reichen.

4: Schreibfeld
Hier spielt sich die „Action“ ab, um die es geht. Wer es nicht gewohnt ist, wird vielleicht erst einmal etwas doof gucken, wenn vor seinen Augen „wie von Geisterhand“ Texte erscheinen oder die eigenen Tippfehler korrigiert werden.

5: Text-Chat
Erklärt sich von selbst, denke ich.

Nachdem man sich am Pad ein wenig ausgetobt hat, könnte es also in etwa so aussehen.

Ich persönlich nutze Pads sehr gerne, um Dinge in einer Gruppe zu organisieren und zu verwalten. Es sollte nur aufgepasst werden, dass man keinen Troll einlädt, der einfach alles löscht, bevor man zwischenspeichern konnte.

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