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Student, Stadtplanung

Aussicht auf Detmold

Heute gibt es einfach mal nur ein Foto, welches ich vor kurzem, im Rahmen einer Analyse eines Ausschnitts von Detmold, in der Nähe des Flugplatzes geschossen habe.

Der Hügel, auf dem ich stand, liegt ca. 180 m ü. NN, die Stadt, welche sich prima in die Landschaft einfügt, wie ich finde, liegt knapp 50 m niedriger.
Im Hintergrund sieht man den Teutoburger Wald und den Hermann (ca. 380 m ü. NN).

Nachtrag (12:13 Uhr): Auf Nachfrage hier noch ein Google Earth-Ausschnitt mit meiner Position und Blickrichtung.

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Oho, noch mehr Klamottenläden!

In der Detmolder Innenstadt wird ab diesem Sommer umgebaut. Zumindest eine Ecke.
Wie lz.de berichtet, bekommt das, schon länger leerstehende und unglaublich hässliche Hertiegebäude in der Lange Straße ein neues Gesicht. Hier und da lässt sich das alles nachlesen und das vermeintliche Aussehen der neuen Gebäudehülle anschauen.

Mein erster Gedanke war: „Jawoll, endlich kommt der hässliche Klotz weg. Wird auch mal Zeit!“, bis ich auf folgendes Zitat gestoßen bin:
„Am Ende sollen sich auf etwa 9.500 Quadratmetern reiner Handelsfläche ab Herbst 2013 attraktive Geschäfte mit dem Schwerpunkt auf Textilien präsentieren.“ (Hervorhebung von mir, Anm. v. Staeffn)

Mal überlegen… Alleine in der Innenstadt finden wir C&A, H&M und KiK. Da ist es natürlich super, dass wir noch mehr Klamottenläden bekommen. Die lz-Artikel geben keine Auskunft darüber, welche Geschäfte es am Ende werden, doch auf den Grafiken lässt sich erkennen, dass es, neben dem im Text erwähnten Schwerpunkt auf Textilien, auch ein Café (ja, richtig, noch ein Café) und einen Handyshop (gibt es ja auch viel zu wenige von) geben wird.
Ich hab von ein paar Leuten gehört, sie wünschen sich ein paar spezielle Klamottenläden, weil es die nicht in der Gegend gäbe. Sowas wie New Yorker z.B. Kann ich auch irgendwo verstehen, aber es gibt ein paar Dinge, die ich wirklich in der Detmolder Innenstadt vermisse: einen Saturn, Subway, eine Burgerbraterei, Gemüsehändler (die vom aussterben bedrohte Rasse, scheint mir so) und einen Tante Emma-Laden. So sorgt man für echte Abwechslung, die mehr beinhaltet als „geh ich jetzt in Klamottenladen A oder B shoppen? *narf*“.

Das wären wirkliche Bereicherungen für die Innenstadt!
Zumindest optisch scheint das neue Gebäude ein Gewinn für Detmold zu sein, immerhin. Bleibt abzuwarten, was daraus im Endeffekt wird. Für mich riecht das zurzeit aber dezent nach Schwachfug, was da geplant ist.

Mfg
Staeffn, der sich nur mal ein klein wenig auskotzen wollte

Tiefbetrieb

In den letzten Tagen kam ich nicht sonderlich viel zum Schreiben. Das liegt daran, dass das Semester diese Woche losging und ich erst einmal das Chaos, das so ein Semesterbeginn mit sich bringt, erst einmal ordnen muss. Nebenbei schreibe ich aber noch an zwei Artikeln, die beide etwas mehr Recherche benötigen, als  bloß einen Artikel bei Wikipedia zu lesen.
In einem Artikel spreche ich über das Konzept von Shared Place. Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer teilen sich einen gemeinsamen Straßenraum. Was verrückt klingt, funktioniert vielerorts bereits sehr gut, nur in Deutschland will sich dieses Prinzip nicht integrieren lassen.
Der andere Beitrag handelt von den teils immer lauter werdenden Forderungen nach einem deutschlandweiten kostenlosen ÖPNV. Dabei möchte ich weniger darauf eingehen, ob diese Idee überhaupt machbar ist, sondern eher auf eventuelle Folgen zu sprechen kommen.

Ein wenig Zeit brauche ich aber noch für diese beiden Artikel. Man verzeiht es mir hoffentlich!

Zitate [1]

Ich habe eine schöne Zitatesammlung rund um Architektur und Stadtplanung gefunden. Vorrangig geht es darum, was in der neueren Stadtplanung schief gelaufen ist und wo die Fehler in der Denkweise vieler Planer liegen. Aber auch allgemeine Aussagen über den Beruf des Planers, seine Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber, werden thematisiert.

Zitatesammlung auf regionalebaukultur.de

Meine liebsten Zitate:

„Der Städtebauer sei kein Ideologe, der einer Laune, einer Mode, einer Kunstidee zuliebe dem Ganzen Gewalt antue“ – Theodor Fischer

„Das Publikum muss Architektur unausweichlich erdulden, Generationen lang.“ – Volkwin Marg

Nachhaltigkeit und die Verantwortung vor den Mitmenschen werden hier klar herausgestellt. Zwei der, wie ich finde, höchsten Ziele für jeden Planer, der im Dienst der Öffentlichkeit steht oder durch seine Arbeit in sie eingreift.

„Wenn die Leute von einem ungestörten Landschaftsbild reden, meinen sie nicht die Landschaft ohne jedes Gebäude, sondern die Landschaft ohne moderne Gebäude.“ – Quinlan Terry

Dass „moderne Gebäude“ (ich nehme mal an, Terry meint damit solche, die riesige Glasfronten und viel Stahl verbaut haben) sich schwer tun, sich in eine Landschaft einzufügen, ist leicht verständlich. Mir fällt auch auf Anhieb kein Beispiel eines modernen, erfolgreich in eine Landschaft integrierten Gebäudes ein. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren!

„Die Schönheit unserer mittelalterlicher Städte ruht in der Geschlossenheit der Erscheinung.“ – Paul Schmitthenner

Auch wenn unseren mittelalterlichen Stadtkernen in der Vergangenheit viel Gewalt angetan wurde (von der Zerstörung durch Kriege bis hin zum massenhaften Ersetzen der Fachwerkfassaden durch Glas, Stahl und Beton), muss sich natürlich jeder eingestehen, dass sie eine ungeheure Ruhe, und dadurch auch Schönheit, ausstrahlen.
Überlegungen darüber, wie das Leben im Mittelalter war, lassen einen aber schnell darauf schließen, dass dieses Empfinden der Schönheit nur auf unsere heutige Zeit zutrifft. Jeder Mensch hat zwar ein Gefühl dafür, was er als „schön“ und was als „hässlich“ empfindet, aber es ist für mich schwer vorstellbar, dass die Menschen des Mittelalters dies ebenso sahen, wie wir heute. Vorstell- und nachvollziehbar finde ich eher den Gedanken, dass den Menschen damals ihre Städte dreckig und eng vorkamen.

Ich werde in Zukunft mehr Zitate nennen und diese dann auch ausführlicher Besprechen und kritisieren. Dies hier darf also gerne als kleiner Einstieg zu einer Reihe verstanden werden.

Blick von oben

Wer in großem Rahmen planen möchte, muss sich die Dinge auch mal aus verschiedenen Perspektiven anschauen. Im Falle der Stadtplanung kann das bedeuten, sich hoch in die Luft zu schwingen, um sich Städte und Regionen aus der Vogelperspektive anzuschauen. Heutzutage geht das natürlich, dank Google Earth oder Bing Maps (ich ziehe meist zweiteres vor, da die Fotos wesentlich schärfer sind und durch die Vogelperspektive ein besseres Raumgefühl entsteht) auch ohne eigenes Flugzeug, doch wer bewegte Bilder aus der Luft haben möchte, dem lege ich hiermit die, seit 2010 produzierte, Fernseh-Doku-Reihe „Deutschland von oben“ von Terra X, ans Herz.

Wer den Link eine Zeile weiter oben anklickt, sieht eine selbstlaufende Fotostrecke. Richtig interessant sind dagegen aber die Videos. Ein kurzer Klick auf die Deutschlandkarte rechts unten lässt einen zwischen mehreren kurzen Filmen auswählen. Dabei sind u.a. Aufnahmen, nebst Erklärungen durch einen Sprecher, von München, Essen, dem Wacken Open Air und der „Mittelplatte“, Deutschlands einzige Ölbohrinsel in der Nordsee.

Wer ein paar Minuten Zeit hat und die Dokureihe noch nicht kennt, sollte wirklich mal einen Blick riskieren. Die Bilder sind teilweise atemberaubend, mal davon abgesehen, dass vieles von oben betrachtet ganz anders aussieht und eine völlig andere Wirkung zeigt.

„Stadtplanung“ ist out. Ein neuer Name soll her!

Dieses Wochenende kam ich mal wieder in den Genuss, jemanden erklären zu dürfen, „was man denn so im Studium der Stadtplanung“ macht. Nun, es folgten einige mir sehr bekannte Minuten mit den üblichen Erklärungen und dem Aufzählen der verschiedenen Fächer des Studiums.
Mein Gesprächspartner hat schnell verstanden, worum es im Stadtplanungsstudium geht und nachdem ich ihm dann anvertraut habe, dass ich dieses Gespräch schon gefühlte drei Millionen Mal führen musste, gab er mir einen seltsamen, aber auch interessanten Rat: Ich solle den Leuten nicht sagen, dass ich „Stadtplanung“ studiere, sondern mir einen fetzigen Namen für das Studium ausdenken. Einen Namen, der den Leuten vertrauter klingt und zugleich aussagt, worum es geht.

Ich hab ja bereits erwähnt, dass ich schon finde, dass der Begriff „Stadtplanung“ selbsterklärend ist (zumindest im Groben), doch da mir sein Ratschlag immer noch im Kopf rumschwirrt, kann er ja eigentlich gar nicht so verkehrt sein.

Und jetzt frage ich euch! Welche Begriffe fallen euch dazu ein? Ich finde, das ist eine schwierige Aufgabe und es wird uns wohl auch kaum gelingen, auf revolutionäre Art und Weise eine Berufs- bzw. Studiengangbezeichnung zu ändern. Mir geht es vor allem um einen praktischen Nutzen im Alltag, wenn einfach keine Zeit oder Lust da ist, um zum x-ten Mal erklären zu müssen, was im Studium so gemacht wird.

Jetzt ist Kreativität gefragt! 😀

1. Semester: 3 von 5

Meine ehemalige Deutschlehrerin hat mich einst eindringlich davor gewarnt, irgendeine Sprache zu studieren. Mal davon abgesehen, dass meine Fachhochschulreife mich ohnehin nicht für ein Universitätsstudium qualifiziert und ich nie auf die Idee gekommen wäre, irgendeine Sprache zu studieren, muss ich in letzter Zeit doch häufig an ihre Worte denken. Das Studium versaue einem die Sache an sich, sagte sie. Also, wer Deutsch auf Lehramt studiert, kann irgendwann keine Bücher mehr lesen, ohne beim Lesen das Geschriebene ständig analysieren zu müssen. Auf Fehler, Ungereimtheiten und so weiter.

Nun bin ich knapp ein Semester dabei, Stadtplanung zu studieren und das Studium hat es noch nicht geschafft, mir mein Interesse am System Stadt zu versauen. Doch machen sich so langsam Tendenzen bemerkbar, die sich ganz klar auf diesen Bologna-Quatsch zurückführen lassen.

Aus Erzählungen Älterer weiß ich, dass „Studium“ einmal bedeutet hat, sich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen und dies vollkommen selbstorganisiert. In Zeiten des Diploms, so scheint es, war es noch normal, dass junge Leute so lange studiert haben, bis sie nicht mehr ganz so jung waren. Und heute? 6 Semester Regelstudienzeit. Da bleibt meist keine Zeit, mit den Kommilitonen einen Kaffee trinken zu gehen (gut, ich trinke eh keinen), um sich über das Fach zu unterhalten. Wer kein Hackengass macht, fällt zurück. Und das ist noch milde ausgedrückt. Unter seinen Kommilitonen fühlt man sich schon fast wie ein Sitzenbleiber, wenn man nicht alle Module eines Semesters schafft, aus welchen Gründen auch immer.
Aber hat Studium nicht auch etwas mit genießen zu tun? Wo bleibt einem die Zeit, sich auch mal außerhalb des Lernstoffes umzusehen? Eigenständig Erfahrungen zu sammeln? Seine Begeisterung für das Fach selbst zu leben? Wie in der Schule wird man von Abgabetermin zu Abgabetermin gehetzt und die Presse teilt uns Studenten eine ganz klare Botschaft mit: Wer länger braucht, hat verloren. Dass das Quatsch ist, sagen einem die meisten Firmenchefs, doch der Druck ist trotzdem da. Ganz ohne geht es natürlich auch nicht, doch der Ausspruch „es gibt auch Grenzen!“ kommt nicht von ungefähr. Spätestens dann, wenn junge Menschen auf Grund des Studiums, mit ihren vielleicht 20 bis 25 Jahren, ein Burnout erleiden, sollte doch so langsam mal eingesehen werden, dass zu viel Druck alles andere als förderlich ist.

Als meine ex-Deutschlehrerin sagte, studieren kann einem die Sache an sich madig machen, hat sie gewiss etwas anderes gemeint, als ich. Doch ist es so, dass ich, als Student, schlecht mein Interesse für etwas erweitern kann, wenn ich dazu gar keine Zeit habe. Ich hoffe, es stellt sich nicht heraus, dass ich mich irre, aber ich werde mich diesem Stress nicht beugen. Dann studiere ich lieber ein oder zwei Semester länger. Schließlich stehe ich jetzt schon bei 3 von 5. Bedeutet: 5 Module, aber in nur dreien trete ich zur Prüfung an. Dafür habe ich Zeit, Fachliteratur zu lesen (die, die nicht auf dem Lehrplan steht), mir Gedanken darüber zu machen, ob ich mich um ein Auslandssemester bewerbe und auch ab und zu mal meine Freundin zu besuchen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil ich ja eigentlich noch diese und jene Layout-Vorlage verwursten muss.

Ich kann, wie ich weiter oben schon geschrieben hab, nur hoffen, dass ich mich nicht irre.

Hausbau-Fail

Nicht direkt Stadtplanung, aber zumindest Hausbau.

Irgendein Architekt hat sich dabei bestimmt was gedacht (nur was, frage ich mich) und dann sowas. Da war wohl jemand ganz schön doll in seine Arbeit vertieft, anders kann ich mir nicht vorstellen, wie man so etwas hinbekommt.

Quelle: http://de.webfail.at/image/hausbau-fail-fail-bild.html