Fahrradexkursion: Neuf-Brisach

So, seit Freitag Nacht bin ich „wieder im Lande“, also aus Frankreich und Süddeutschland zurück. War eine tolle Exkursion. Wir haben viel gesehen und erlebt und meine Knie erholen sich so langsam auch wieder.

Um euch mal ein bisschen was zu zeigen, hab ich euch auch jede Menge Fotos mitgebracht und da ich keine Lust habe, mich an die Reihenfolge unserer Route zu halten, fange ich mit einem unserer letzten Stopps an: Neuf-Brisach in Frankreich.

Ich werd euch jetzt nicht mit Fakten zur Geschichte der Stadt langweilen, dafür gibt es bessere Quellen.

Fangen wir mal mit einem Google Earth-Ausschnitt an.
Der, wie ich finde, interessanteste Aspekt an Neubreisach (der deutsche Name der Stadt) ist, das es eine Festungsstadt und bis heute wahnsinnig gut erhalten ist.
Gut zu erkennen ist der äußere, sternförmige Verteidigungsring um die Stadt.

Die Mauern sind noch sehr gut erhalten. Etwas weniger Grünzeug hier und da und man könnte meinen, sie stehen erst seit kurzem dort.

Eines der drei Eingangstore (hier im Nordwesten).
Die Mauern sind wirklich gigantisch, wenn man davor steht und zeigen deutlich, dass sie nicht überwunden werden möchten. So weit ich weiß, hat das zu den Kriegszeiten, in denen die Mauern die Stadt geschützt haben, auch nie jemand geschafft.

Hier nochmal eine kleine Auswahl an Fotos. Ich hab noch mehr und auf Anfrage kann ich gerne welche rausgeben.

Ach ja: Probiert, wenn ihr die Chance dazu habt, mal die sehr unbekannte Elsass-Cola. Schmeckt!

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Fahrradexkursion: 245 km // Deutschland – Frankreich

Am Stadtplanungsstudiengang in Detmold ärgert mich, dass es kein Praxissemester gibt. Dafür kommen wir Studenten in den Genuss von Pflichtexkursionen. 6 Credits gilt es zu erwerben, eine Woche Exkursion bringen drei Punkte und diesen Sonntag steht meine erste an.

6 Tage geht die wilde Fahrt und führt uns durch verschiedene Städte in Deutschland und Frankreich.

Die roten Linien sind Luftlinien. Dementsprechend sind die Strecken, die wir tatsächlich zurücklegen werden, größer.

Wir starten Sonntag früh in Detmold mit Kleinbussen und PKW, heizen runter nach Karlsruhe (laut Google Maps ca. 436 km) und besichtigen einige Orte (und so laufen die anderen Tage ebenfalls ab: erst reisen, dann besichtigen, dann eventuell nochmal reisen). Am Montag geht es von dort mit dem Rad (ab jetzt, bis auf die Heimfahrt, unser Fortbewegungsmittel erster Wahl!) weiter ins knapp 75 km entfernte Kehl, an der Grenze zu Frankreich.
Dienstag steht ganz im Zeichen des Hin- und Her zwischen Deutschland und Frankreich. Von Kehl aus fahren wir über die Brücke der zwei Ufer (welche Seltenheit. Eine Brücke, die zwei Ufer bedient! *scnr*) nach Straßburg und später wieder zurück, so dass wir auf ca. 30 km Wegstrecke kommen werden. Was für ein angenehmer Tag, denn
am Mittwoch geht es von Kehl bis runter nach Freiburg. Das heißt, 80 km müssen gefahren werden. Das ist auch die längste Etappe, die wir mit dem Fahrrad zurücklegen werden.
Am Donnerstag machen wir wieder einen „kurzen“ Abstecher nach Frankreich, genauer gesagt nach Neuf-Brisach (Neu-Breisach) und wieder zurück. 60 km ist die Strecke lang, aber nach dem Mittwoch sollte das überhaupt kein Problem darstellen. 🙂
Am Abreisetag, dem Freitag, fahren wir dann nur in Freiburg herum, bevor es dann abends mit den Autos zurück in die 566 km entfernte Heimat geht.

245 km mit dem Rad, insgesamt knapp 1250 km (also plus Autostrecke) legen wir in dieser Woche zurück. Aber bevor dieser Beitrag sich ausschließlich liest, wie das Etappenbuch eines Hobbyradlers: Wir haben, neben dem Fahren, auch so einen vollen Terminkalender: Die ganzen Schlösser, das Europaviertel, das Quartier Vauban usw. besichtigen sich ja nicht von alleine. Es ist nur so, dass wir alle ein wenig Respekt vor den Entfernungen haben und sie deshalb das noch größere Thema für uns sind. 😀

Auf jeden Fall wird man mich nach dieser Woche einsargen können. Solche Strecken habe ich noch nie mit dem Fahrrad zurückgelegt, aber hey, unser Prof sagt, dass wir ganz gemütlich fahren werden, also wird das schon!
Und wenn ich es schaffe, meine Kamera nicht zu vergessen, gibt es danach viele Fotos von mir.

So long,
Staeffn